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22.04.2015

VBE: Handschrift ist wichtig für kindliche Entwicklung

Zur heutigen Beratung im Schulausschuss

Auch wenn Kinder im Alltag zunächst mit der Druckschrift in Berührung kommen, ist es aus Sicht des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) sinnvoll, dass sie mit dem Übergang zur weiterführenden Schule eine verbundene Handschrift beherrschen. „Die Druckschrift als Grundlage ist wichtig, aber die verbundene Handschrift schult die Feinmotorik, unterstützt das Lesen-Lernen und ist auch ein Zeichen einer sich bildenden Persönlichkeit“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE NRW, anlässlich der heutigen Diskussion im Landtag.

Mit der Hand zu schreiben helfe außerdem, Texte zu erfassen, da man sich auf mehreren Ebenen mit dem Gelesenen auseinandersetzt, so Beckmann weiter. Deswegen müsse in der Grundschule jedes Kind individuell in seiner Schreibkompetenz gefördert und gefordert werden. „Der Anspruch an motorische, planerische und sprachliche Prozesse ist bei der Handschrift immens“, macht Beckmann deutlich, „sie einfach in Zeiten von Tablets, Smartphones und Computern als unmodern abzutun, ist zu kurz gedacht.“

Dennoch werde es manchmal auch Fälle geben, in denen es kontraproduktiv sei, dem Kind um jeden Preis eine verbundene Handschrift beibringen zu wollen, gibt Beckmann zu bedenken: „Im inklusiven Schulsystem gibt es auch viele Kinder, die bestimmte Bewegungen nicht leisten können. Ihnen eine Schreibschrift aufzuzwingen, die dann nicht lesbar ist, ist ein Schritt in die falsche Richtung. Kinder wollen sich mitteilen – wenn sie jedoch merken, dass ihre Mitteilung nicht verstanden wird, könnten sie sich zurückziehen. Das wäre fatal für den Bildungserfolg in der Primarstufe.“ Es liege in der pädagogischen Verantwortung der Lehrkraft, zu entscheiden, ob es in einzelnen Fällen sinnvoller ist, die Druckschrift als Lernziel beizubehalten.


Pressemitteilung 20-15
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20.04.2015
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Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW ist gegen eine generelle Rückkehr zum G9. „Das Grundproblem ist nicht die Diskussion um G8 oder G9, sondern die unterschiedliche Länge der Sekundarstufe I in den weiterführenden Schulen – diese muss endlich angeglichen werden. Dieses Grundproblem ist durch die Ergebnisse des Runden Tisches nicht gelöst“, so Beckmann anlässlich der heutigen Pressekonferenz der Volksinitiative gegen das Turbo-Abi. Eine grundsätzliche Kehrtwende von G8 würde für mehr Turbulenzen als nötig sorgen und mehr schaden als nützen.

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