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21.12.2015

Fehlstart für die Erfassung der Krankentage an Schulen

Elektronische Krankenerfassung für Lehrkräfte

Ab sofort sollen die Schulen den Krankenstand des Kollegiums elektronisch erfassen. Wenige Tage vor den Weihnachtsferien erreichte die Schulen die Aufforderung des Schulministeriums das Programm „Gesundheitsstatistik per PC“ (GPC) zu nutzen, dessen Daten anonym in die jährliche Krankenstandserhebung der Landesregierung einfließen sollen.

Für die Krankenstandserhebung sollen Schulen sich jetzt unverzüglich das Installationspaket und die Bedienungsanleitung herunterladen. Bedacht hat das Ministerium dabei nicht, dass Schulleiter in vielen Kommunen Programme gar nicht selbst aufspielen dürfen, häufig ist das nur durch den Schulträger möglich. Da die Schulträger nicht rechtzeitig über den Zeitpunkt des Einsatzes informiert waren, gibt es zum Teil erhebliche Umsetzungsprobleme.

„Die Einführung von GPC ist nicht mit der nötigen Weitsicht und dem erforderlichen Fingerspitzengefühl erfolgt. Die Rückmeldungen von Schulleitungen zeigen uns zudem, dass die zugesagte Unterstützung und Hilfe, die angefordert werden kann, nicht erfolgt. „Dies ist angesichts der ohnehin stark belasteten Schulleitungen völlig inakzeptabel“, kritisiert der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Udo Beckmann. Der VBE fordert, die bestehenden Defizite sofort abzustellen.

„Wir erwarten zudem, dass die Erfassungen der Daten kein Selbstzweck sind, sondern Auswirkungen auf Prävention im Bereich Lehrergesundheit haben“, sagt Beckmann. Pädagogen sind besonders häufig von Stress und Burn-Out betroffen.

Den Grund dafür sieht Beckmann darin, dass die Landesregierung die Schulen ständig mit neuen Aufgaben und Anforderungen konfrontiert, sie bei der Umsetzung jedoch im Stich lässt, indem sie notwendige Ressourcen sowie Fort- und Weiterbildungen verweigert.

Eine Auswirkung der Erfassung müsste sein, dass eine echte Vertretungsreserve aufgebaut und damit Unterrichtsausfall endlich effektiv bekämpft werden kann. Der VBE NRW hält eine Vertretungsreserve von acht Prozent für notwendig, aktuell sind die Schulen so ausgestattet, dass man von einer Vertretungsreserve nicht sprechen kann.


Pressemitteilung 56-15
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Wegducken nicht möglich - 2016 zum Jahr der Bildungsgerechtigkeit machen

Auch im Jahr 2016 werden die Beschulung der Flüchtlingskinder und die Inklusion die bestimmenden Themen in den Schulen sein. Den Prognosen der Landesregierung folgend, rechnet der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW mit bis zu 90 000 neu ankommenden Flüchtlingskindern in NRW im Jahr 2016, die in die Schulen integriert werden müssen.

30.11.2015
Zeit zu handeln - Rezept gegen unbesetzte Schulleiterstellen schnell einlösen

Der Verband Bildung und Erziehung NRW (VBE) begrüßt den Expertenbericht der Projektgruppe „Schulleitungen“ zur Behebung des Schulleitermangels an den Landtag und erwartet von den Fraktionen, aufbauend auf diesem Bericht, zügig einen Gesetzesentwurf zu erarbeiten. „Mit den Empfehlungen des Berichts liegt dem Landtag ein Rezept vor, Schulleitung als Beruf aufzuwerten. Ich hoffe, das Parlament nutzt diese Chance“, sagt der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann.

24.11.2015
Die Umsetzung der Inklusion bleibt Großbaustelle

Die heute vorgelegten Ergebnisse der Umfrage der GEW bestätigen, dass sich seit Mai 2015, als der VBE, die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführte repräsentative Lehrer-Befragung vorlegte, die Situation an NRWs Schulen in Sachen Inklusion um keinen Deut verbessert hat.

19.11.2015
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Der VBE schlägt Alarm, weil Länder und Kommunen die Schulen mit dem Schutz der Daten weitgehend allein lassen. VBE-Bundes- und Landesvorsitzender NRW Udo Beckmann warnt davor, den Datenschutz an Schulen auf die leichte Schulter zu nehmen.

17.11.2015
Gegen ideologische Gewalttäter – Erziehung stärken

Gewalttaten im Namen einer Ideologie schockieren immer wieder neu – Paris ist das jüngste schreckliche Beispiel. Gewalttaten dieser Art sind besonders absurd, ganz gleich, ob sie von Islamisten oder von Rechtsradikalen verübt werden. Viele Debatten nehmen jetzt die Frage nach der Sicherheit in den Fokus. „Angst ist jedoch der Schwindel der Freiheit. Wir müssen verhindern, dass es überhaupt dazu kommt, dass Menschen sich radikalisieren“, sagt der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) NRW Udo Beckmann.

11.11.2015
PR ist in Schulen nicht erwünscht

Der Verband Bildung und Erziehung NRW beobachtet eine zunehmend offensivere Einflussnahme von Unternehmen auf Schulen, die Kinder und Jugendliche als leicht beeinflussbare Konsumenten entdeckt haben.

02.11.2015
Mangelware Mann – Schüler brauchen Vorbilder aus beiden Geschlechtern

Immer weniger Männer unterrichten an den Schulen, insbesondere an den Grundschulen, in Nordrhein-Westfalen. Das zeigt die aktuelle Statistik von IT.NRW. Von den 153.343 Lehrkräften an den allgemeinbildenden Schulen sind demnach gut ein Viertel (28,6 Prozent) Männer. Der Anteil der männlichen Lehrkräfte gegenüber dem Schuljahr 2013/14 ist damit um 0,5 Prozentpunkte und gegenüber dem Schuljahr 2004/05 um 4,6 Prozentpunkte gesunken.

28.10.2015
Acht Prozent mehr Lehrerstellen gegen Unterrichtsausfall erforderlich

Immer mehr Eltern fürchten, dass in den Schulen zu viel Unterricht ausfällt. Der Verband Bildung und Erziehung NRW teilt die Sorge der „Elternschaft Düsseldorf“, die heute vor dem Landtag für mehr Lehrerinnen und Lehrer demonstriert. Die Eltern kritisieren die personelle Unterrichtsversorgung, die zuletzt der Landesrechnungshof im August 2015 zum Thema gemacht hat.

01.10.2015
Inklusion: Kindeswohl erfordert Qualitätsdebatte

„Eltern und Lehrer kommen in Bezug auf ein Gelingen von Inklusion zur gleichen Einschätzung. Dies sollte die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern wachrütteln“, betont VBE-Landes- und Bundesvorsitzender Udo Beckmann unter Hinweis auf die aktuelle Elternstudie der Konrad-Adenauer-Stiftung. „Die Politik zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention muss sich am Kindeswohl und den Bedürfnissen der Eltern messen. Die Realität im Bildungssystem steht dazu in krassem Widerspruch.“ Die gängige Praxis, Bedarfe nach Haushaltslage zu verordnen, gehe an dem Inklusionsgedanken vorbei und sei völlig unakzeptabel, so Beckmann.

18.09.2015
VBE: Anspruch der Flüchtlingskinder auf Bildung verwirklichen – Kitas und Schulen dabei nicht im Stich lassen

Das Motto der Landesregierung „Kein Kind zurücklassen“ muss sowohl für Flüchtlingskinder als auch für in NRW bereits ansässige Kinder gelten, erklärte heute Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, auf einer Arbeitstagung des VBE vor 300 Delegierten. „Alle Kinder, die in NRW leben, haben ein Recht auf Bildung. Deshalb wendet sich der VBE mit Nachdruck dagegen, Ressourcen für die Unterstützung von Flüchtlingen und Asylbewerbern gegen Ausgaben für die Bildung aufzurechnen“, sagt Beckmann. Dies gelte auch für die demografische Rendite.

16.09.2015
2. Deutscher Kita-Tag in Dortmund

Katia Saalfrank: Hauptvortrag „Beziehung statt Erziehung – was unsere Kinder brauchen“

„An die Erzieherinnen und Erzieher werden immer mehr Anforderungen gestellt – aber die Rahmenbedingungen werden nicht mitgeliefert“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW anlässlich des 2. Deutschen Kita-Tages, der heute in Dortmund stattfindet. „Vor allem der Personalschlüssel stimmt nicht: Zu wenige Fachkräfte müssen mehr Kinder betreuen – individuelle Förderung, wie sie die Landesregierung will, ist so nicht möglich.“ Der Deutsche Kita-Tag bietet daher 400 Fachkräften aus dem Elementarbereich die Möglichkeit, sich in verschiedenen Workshops weiterzubilden. Veranstalter sind der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW und Klett MINT.

07.09.2015
VBE: Vor allem das Alter der Schulleitungen an Grundschulen bereitet Sorgen

„Die Landesregierung muss ihre Anstrengungen vergrößern, das Durchschnittsalter der Lehrkräfte an den Schulen zu senken“, fordert Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, anlässlich der heute vorgelegten Altersstatistik von IT NRW, „vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels muss die Attraktivi-tät des Berufs deutlich gesteigert werden. Im Moment sind fast vier Fünftel älter als 35 Jahre. Wenn die Entwicklung so weitergeht, vergreisen die Kollegien.“

03.09.2015
VBE: Zahlen belegen hohes Lehrer-Engagement

„Die vorgelegten Zahlen zur inklusiven Beschulung dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Rahmenbedingungen an den Schulen absolut nicht stimmen“, kommentiert der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW und Bundesvorsitzende, Udo Beckmann, die heute von der Bertelsmann-Stiftung vorgelegte Studie, „vielmehr ist es dem hohen Engagement der Lehrerinnen und Lehrer zu verdanken, dass die Quoten so sind wie sie sind. Die Studie belegt: Lehrkräfte sind keine Inklusions-Verweigerer.“

28.08.2015
VBE: Mittelalterliche IT-Ausstattung der Schulen verhindert Digitalisierung individuellen Lernens

„Die Schulen in NRW sind von einer zeitgemäßen IT-Ausstattung noch weit entfernt, dieses Problem lässt sich nicht mit weiteren Pilotprojekten lösen, sondern nur mit einer nachhaltigen Strategie, in die alle Schulen einbezogen werden“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, vor dem Hintergrund der heutigen Pressekonferenz von Schulministerin Löhrmann.

07.08.2015
VBE: Jede Menge unerledigter Aufgaben

„Zum Beginn des neuen Schuljahres hat die Landesregierung noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen, die keinen weiteren Aufschub dulden“, stellt Udo Beckmann, der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW nach der heutigen Schuljahresauftaktpressekonferenz von Schulministerin Sylvia Löhrmann fest, „die schulische Inklusion krankt immer noch an mangelnden Rahmenbedingungen, dem Elternwunsch nach Schulen des längeren gemeinsamen Lernens kann nicht überall adäquat entsprochen werden, und auch die Beschulung von Flüchtlingskindern muss mit deutlich mehr Ressourcen unterfüttert werden. Hierzu gehören nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Sozialpädagogen und Psychologen. Das, was die Landesregierung für die Beschulung der Flüchtlingskinder bisher bereit ist zur Verfügung zu stellen, reicht bei Weitem nicht aus. Die Schulen fühlen sich erneut im Stich gelassen.“

05.08.2015
VBE: Mehr Personal statt mehr Statistiken

„Es gibt bereits genügend Daten, wie hoch der Unterrichtsausfall ist“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW mit Blick auf die heutige Aussage der CDU-Landtagsfraktion, im Fall eines Wahlsiegs den Unterrichtsausfall regelmäßig erheben zu wollen, „wir brauchen keine weiteren Statistiken, sondern endlich geeignete Maßnahmen, die die Schulen in die Lage versetzen, auf den Unterrichtsausfall zu reagieren. Eine Stellenreserve von 8 % ist das Minimum.“

05.08.2015
VBE: Kinder frühzeitig wieder an den Schlafrhythmus zum Schulunterricht gewöhnen

Ferienzeit – das bedeutet auch für die Schülerinnen und Schüler meistens: länger schlafen. „Wenn der Schulstart aber näher rückt, sollten Eltern ihre Kinder möglichst schon ein paar Tage vorher darauf vorbereiten und den Wecker etwas früher stellen, damit sich der Schlafrhythmus anpassen kann“, so der Tipp von Udo Beckmann, dem Vorsitzenden des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. Dann sei die Umstellung am kommenden Mittwoch, wenn die Schule wieder beginnt, nicht so groß.

31.07.2015
VBE: Inklusion und Beschulung von Flüchtlingskindern stärker in den Fokus rücken

„Das, was die UN-Behindertenrechtskonvention von den Schulen fordert, und das, was die Landesregierung ihnen zur Verfügung stellt, passt nicht übereinander“, so die Bilanz von Udo Beckmann, dem Vorsitzenden des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW mit Blick auf das neue Schuljahr. Die Inklusions-Realität in den Schulen werde dem Anspruch nicht gerecht: „Es fehlen Sonderpädagogen, es mangelt an ausreichenden Fortbildungen und die Lerngruppen sind viel zu groß.“

23.06.2015
VBE: Gute Grundlage für nächste Runde

Den heute vorgestellten Schlichterspruch bewertet der VBE-Landes- und Bundesvorsitzende Udo Beckmann als einen „Kompromissvorschlag, der für die nächste Verhandlungsrunde eine gute Grundlage darstellen kann“. Aus Sicht des VBE empfehle sich daher eine Annahme. Für die überwiegende Mehrheit der Betroffenen im Sozial- und Erziehungsdienst würden sich klare Verbesserungen abzeichnen, so Beckmann.

19.06.2015
VBE: Vor den Ferien Schule schwänzen kann Geld kosten

„Schule schwänzen ist kein Kavaliersdelikt – auch nicht vor den Schulferien, um günstige Urlaubsangebote nutzen zu können“, stellt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, klar, „Wer die Ferien eigenmächtig verlängert, muss sich später nicht über ein Bußgeld wundern.“

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Einkommensrunde 2018

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E[LAA]N

Ausgabe 67

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Schule heute

Ausgabe April 2018

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